Moin! So begrüße ich jeden Tag meine Klassen an meinem norddeutschen Gymnasium. Das lang gezogene ‚Guuatään Mooaagään Frauu Kröögaa‘ zieht mir schon beim darüber Nachdenken die Energie aus den Knochen. Also gibt’s bei mir eine Bodypercussion & ein Moin, ganz schlicht und knackig. 

Ich bin Mathematik und Musiklehrerin für Sek II, habe in meinen 11 Dienstjahren bereits mehrere Male das Mathematikabitur abgenommen, diverse Band AGs geleitet, mit meiner Zusatzausbildung Darstellendes Spiel auch Theaterstücke mit Oberstufen aufgeführt und alles andere gemacht, was zum Lehrerindasein dazu gehört.

Dabei war ich schon immer digital unterwegs – bzw. ich habe mich nie vor digitalen Herausforderungen gescheut. Mein pedantischer Hang zu allem Schönen – egal ob es eine Präsentation oder Arbeitsblatt ist (oder meine Kleidung oder meine Einrichtung), es muss  gut aussehen und technisch gut umgesetzt sein. Die pq-Formel wird selbstverständlich mit dem Formeleditor aufgeschrieben – Symmetrie, goldener Schnitt und Co sind als Mathematikerin selbstverständlich. 

was ich glaube

EstherKröger

Die Kinder unserer deutschen Gesellschaft sind unsere Zukunft. Sie haben keine Kriege erlebt, keinen Hunger und keine Armut. Und trotzdem sind unsere Jugendlichen vor Anforderungen gestellt, die noch keine Generation vorher bewältigen musste: die Anforderung der tausend Möglichkeiten.

Entscheide dich für einen Beruf, wenn du falsch liegst kannst du dich wieder neu entscheiden.

Dazu kommen die täglichen Entscheidungen für oder gegen einen von Milliarden medialen Inputs.

Und nicht zuletzt Corona.

In dieser Flut nicht zu versinken, ein Ziel zu generieren, sich strukturieren und das eigene Glück finden ist die Aufgabe unserer Jugendlichen.

Im Vergleich zu Kriegsgenerationen mag es trivial klingen, aber nicht weniger wichtig. Denn sie werden in 20 Jahren die nächste Generation prägen.

Fun Facts Esther Kröger
LandingPage
ÜBERMICH.DIGITALISIEREN.ÖFFNEN&VERÄNDERN

digitalisieren, öffnen & verändern

Mit dem Digitalpackt 2019, aber spätestens während der Coronalockdowns rollt die Welle der Digitalisierung über unsere Schulen hinweg. Digitale Tafeln und Tablets bevölkern die Klassenräume oder werden es noch und wir Lehrer:innen werden neue Medien selbstverständlich in den Unterricht integrieren. Viele von uns arbeiten im Klassenraum hauptsächlich lehrerzentriert, die Tafel (nun digital) ist der Fokus und oft sind alle Tische in diese Richtung ausgerichtet. Wenn es aber dazu kommt, dass unsere Schüler:innen ebenfalls ein Tablet zum Arbeiten in der Hand halten, ändert sich der Unterricht – von lehrerzentriert zu schülerzentriert. Die Lehrkraft und die Tafel stehen nicht mehr im Fokus, sondern die Schüler:innen.

ÜBERMICH.DIGITALISIEREN.ÖFFNEN&VERÄNDERN
Übermich

Dies verändert viel: wir haben nicht mehr ‘immer Recht’, wir dürfen Fehler machen und mit den Schüler:innen gemeinsam arbeiten. Denn in einigen technischen Belangen sind uns unsere Schüler:innen voraus. Zudem kann jede und jeder von uns über Google innerhalb von wenigen Tagen Expertise in einem Themengebiet erlangen. Diese Voraussetzungen klingen stark nach offenem Unterricht und selbstbestimmten Lernen. Wir Lehrer:innen werden langsam, aber sicher zu Lernbegleiter:innen

So wird sich Schule verändern. Nein, Schule verändert sich bereits. Neue Werte, Ideen und Glaubenssätze entstehen.

Daran möchte ich aktiv teilhaben.